
Teufelchens Schutzengel machten Überstunden
!!
Heute morgen wollte Karl-Heinz einkaufen fahren und noch so einige andere
Besorgungen machen. Er überlegte, nehme ich Teufel mit oder lasse ich ihn hier.
Nein, Teufel sollte mit. Also, Leine um, Teufel unter den Arm und los.
Es dauerte ca 1 Stunde, als bei mir das Telefon ging. Karl-Heinz völlig
aufgelöst: Teufel ist weg.
Ich dachte erst, er wollte mich ärgern, merkte aber dann, daß es ihm ernst war.
Teufel hatte sich vor einem größeren Hund erschrocken und war aus seinem
Halsband gerutscht. In Panik war er dann einfach losgerannt. Das in Norderstedt
auf der Ochsenzoller Str. - nicht gerade wenig befahren.
Alles Rufen half nichts, er rannte los und war weg.
Also habe ich meine restlichen Hunde in sämtliche Zimmer verteilt und bin nach
Norderstedt gefahren, um zu suchen.
Straße rauf - Straße runter - NICHTS !
Karl-Heinz war zur Dresdner Bank zurückgegangen und wollte der Polizei melden,
daß unser Teufel seinen freien Tag hatte und Ausgang auf der Tagesordnung stand.
Der freundliche Polizist fragte wie denn der Hund aussieht und welcher Rasse er
angehört:
Karl-Heinz gab Auskunft. Darauf gab der Polizist Entwarnung, der Hund war auf
der Wache.
Über Handy gab Karl-Heinz mir Bescheid und ich fuhr wieder nach Hause, um meine
Rasselbande wieder zu sortieren.
Dann klärte sich auf, warum alle Schutzengel der Welt diesem kleinen Kerl
beigestanden haben müssen.
Er war über die Ochsenzoller Str. gelaufen in eine Seitenstr. - von da aus
weiter zur Ohechaussee. Diese Straße ist noch stärker befahren, als die
Ochsenzoller Str.
Da saß der arme Wurm mitten auf der Kreuzung und wurde von den Autos angehupt.
Ein junger Mann stieg aus dem Auto und pflückte Teufel von der Straße. Da kein
Besitzer ausfindig gemacht werden konnte, nahm er ihn erstmal mit nach Hause,
was Teufel augenscheinlich toll fand. Der junge Mann rief dann die Polizei, die
unseren Unglückswurm abholte. So durfte Teufel auch mal im Polizeiauto fahren.
Gott sei Dank ist alles gut abgelaufen. Wir dürfen gar nicht daran denken, was
alles hätte passieren können.
Voller Dankbarkeit ist Karl-Heinz am Nachmittag zu diesen lieben Menschen
gefahren, um sich zu bedanken.
Dagmar Weinrich / 27. Juli 2001